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Gemüse und Obst selbst anbauen – warum?

Ob Tomaten, Paprika oder Weintrauben – wir können fast alles fast das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen. Oft macht es nicht mal preislich einen Unterschied, ob das Gekaufte gerade Saison hat oder nicht. Selbst anbauen ist dagegen aufwändig: Der Boden muss vorbereitet werden, zur rechten Zeit muss gesät oder gepflanzt werden und wenn die Pflänzchen dann da sind, ist gießen und jäten angesagt. Sogar das Ernten kann richtig Arbeit sein. Warum sollte man sich diese Mühe machen, wenn im Supermarkt kaufen so viel einfacher ist?

Dafür gibt es viele gute Gründe. Wer selbst anbaut, hat die Wahl. Zum Beispiel nicht nur zwischen ein paar Supermarkt-Tomatensorten, die alle gleich nach nicht viel schmecken, sondern zwischen unzähligen historischen und neuen Sorten, die tatsächlich nach Tomate schmecken. Wer selbst anbaut, weiß was auf seinem Teller landet und kann z. B. auf Pestizide und Kunstdünger komplett verzichten. Wer selbst anbaut, tut etwas für die Umwelt, weil Transportwege wegfallen. Ein Apfel aus einer heimischen Streuobstwiese und ein Apfel aus Neuseeland machen schon einige Tausend Kilometer Unterschied aus, was die Transportwege angeht. Zudem sind Streuobstwiesen und auch gerade Nutzgärten wichtige Lebensräume für Vögel, Bienen und andere Nützlinge. Durch eigenen Anbau können wir zum Erhalt der Sortenvielfalt beitragen. Wir können traditionelles Gärtnerwissen, z. B. zu Anbaumethoden, den besten Aussaatzeitpunkten usw. am Leben erhalten, weiter geben und ausbauen. Und so gibt es viele gute Gründe mehr.

Aber meistens sind diese Überlegungen doch nicht der eigentlich Grund, warum jemand sein Obst und Gemüse selbst anbaut. Der eigentliche Grund für die meisten Hobbygärtner ist: die Freude. Die Freude am Gestalten des Gartens. Die Freude am Ausprobieren. Die Freude daran, den ersten Salat keimen zu sehen. Die Freude daran, die ersten eigenen Tomaten zu ernten. Probiert es aus, dann seht ihr was ich meine!

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Auf die „Wilden“ ist Verlass

Das Wetter hat es dieses Jahr in sich – von ein paar zu heißen Tagen abgesehen, war es in unser Region überwiegend zu kalt und zu feucht. Ein schwieriges Gartenjahr: Vielerorts keimten Mais und Bohnen nur schlecht oder faulten im Boden. Radieschen im zeitigen Frühjahr blieben klein und wurden holzig, Kürbis und Zucchini wachsen nur langsam …

Ein gutes Jahr hingegen war es wieder mal für die Wildkräuter: Unbeeindruckt von den Kapriolen des Wetters wachsen Brennnesseln & Co. und nutzen jede Regenpause zum Blühen – sehr zur Freude der Bienen und Hummeln.

Woran liegt das? Viele unserer Kulturgemüse wie Mais und Paprika stammen ursprünglich aus Südamerika und sind an dortige Klimabedingungen optimal angepasst – nicht an einen mitteleuropäischen verregneten Sommer. Regional angepasste Sorten von typischen Gartengemüsen wie Kohl und Salaten, die früher über Generationen erhalten und weitergegeben wurden, sind heute  leider weitgehend verschwunden. Unsere Wildkräuter jedoch sind optimal an unser Klima angepasst: Ob der Sommer zu heiß oder zu kalt ist, ändert an ihrer Wuchsfreude nur wenig. So kommt es vor, dass das Beet, auf dem der Mais ausgefallen ist, jetzt komplett mit Vogelmiere überzogen ist.

Macht einfach das Beste daraus und nutzt die Wildkräuter. Zum Beispiel mit folgendem Rezept für Wildkräuterpesto – einfach und schnell zubereitet und lecker als Soße zu Nudeln, Kartoffeln, als Dip für Gemüse oder auch als Brotaufstrich.

Zutaten:

  • 2 Handvoll Wildkräuter, z. B. Brennnessel, Taubnessel, Goldnessel, Portulak, Sauerampfer, Vogelmiere, Hirtentäschelkraut, Wilde Malve, Rucola, …
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 2 Zehen Knoblauch
  • ca. ½ Tasse Olivenöl
  • 1 Zitrone
  • Pfeffer, Salz nach Geschmack
  • 1 gestr. Teelöffel Kurkuma

Bis auf die Sonnenblumenkerne alle Zutaten im Mixer auf höchster Stufe verarbeiten, bis sich eine einheitliche Masse ergibt. Dann die Sonnenblumenkerne zugeben und auf niedriger Stufe kurz zerkleinern. Schon ist das Pesto fertig!

Tipps:

  • Im Kühlschrank ist das Pesto ein paar Tage haltbar. Am besten in ein Gas füllen und mit Öl bedeckt halten.
  • Statt Sonnenblumenkerne kannst Du auch Walnüsse oder Pinienkerne verwenden.
  • Für einen Brotaufstrich einfach mehr Sonnblumenkerne zufügen und stärker zerkleinern.
  • Du kannst auch Gartenkräuter wie Pfefferminze, Salbei, Liebstöckel dazugeben

Probier einfach verschiedene Mischungen aus – Guten Appetit!

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Was tun gegen Schnecken & Co? Es geht auch ohne Gift

Kaum ist es wärmer und Gemüse und Salate legen mit dem Wachstum richtig los, da sind auch schon die ersten Schädlinge da: Kartoffelkäfer tummeln sich auf den Kartoffelblättern, die Schnecken im kühlen Schatten darunter. Und dann gibt es auch noch Pilze und Viren, die den Pflanzen zu schaffen machen. Da liegt es nahe, zu chemischen Mitteln zu greifen, um die Ernte zu schützen.

Doch chemische Pflanzenschutzmittel haben gleich mehrere Risiken: Oft töten sie nicht nur die Schädlinge, sondern auch Nützlinge wie Bienen und Hummeln. Indirekt können auch Vögel und Eidechsen geschädigt werden, die sich von Insekten ernähren. Ganz zu schweigen von den Gefahren für den Menschen: von Atemwegserkrankungen bis zu Krebs reicht die Liste die Risiken. Zudem sind Langzeitwirkungen und Wechselwirkungen verschiedener Umweltgifte weitgehend unerforscht.

Was also tun, wenn man weder Gift verwenden will noch zuschauen mag, wie die Ernte vertilgt wird?

Vorbeugen: Gute Bodenpflege ist das A und O. Dazu gehört z.  B. die Versorgung mit Kompost. Auch Gründüngung, z. B. mit „Bienenfreund“ (Phacelia) kann die Bodenqualität verbessern. Mulchen, z.B. mit Rasenschnitt, kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und eine gesunde Bodenstruktur zu erhalten.

Richtige Sortenauswahl: Manche Pflanzen sind von Natur aus resistent gegen bestimmte Krankheiten oder Schädlinge. So werden z. B. rote Salatsorten weit weniger von Schnecken befallen als Kopfsalat. Bestimmte Kartoffel- oder Tomatensorten sind z. B. weitgehend resistent gegen Krautfäule.

Mischkultur: Manche Pflanzen unterstützen sich gegenseitig im Wachstum oder halten sich gegenseitig Schädlinge fern. Klassische Mischkulturen sind z. B. Zwiebeln und Möhren, Kürbis und Zuckermais, Dill und Gurken.

Richtiges Gießen: Gießen sollte man lieber morgens statt abends, um Schnecken den Weg zu den Pflanzen möglichst schwierig zu machen. Dabei ist es besser, die einzelnen Pflanzen mit reichlich Wasser zu gießen statt die gesamte Beetfläche oberflächlich zu benetzen. Mulchen sollte man bei Schneckengefahr nur in dünnen Schichten mit trockenem Material wie z. B. Stroh oder getrocknetem Grasschnitt.

Absammeln: Und schließlich bleibt das Absammeln von Schnecken und Kartoffelkäfern. Wenn man das regelmäßig und konsequent tut, hält sich der Schaden normalerweise in Grenzen.

Probiert es mal aus – es geht auch ohne Gift.

 

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Saatgut selbst gewinnen

Kennst Du das: Du hattest wundervolle Tomaten. Aus der schönsten hast Du Samen gewonnen und im nächsten Jahr ausgesät. Doch dann, die große Enttäuschung: Die Pflanzen kümmern und von der Vorjahrespracht ist nicht viel zu sehen. Woran liegt’s?

Vielleicht war die Prachttomate eine F1-Hybride. Das sind hochgezüchtete Sorten, die auf bestimmte Merkmale hin getrimmt sind: besonders viele und große Tomaten zum Beispiel. Diese Merkmale haben jedoch ihren Preis: Aus F1-Hybriden kann man keine eigenen Samen gewinnen, weil die Zuchtmerkmale nur in einer Generation stabil sind. Die nächste Generation, also die selbst gesammelten Samen, bringen meist andere und von Pflanze zu Pflanze verschiedene Eigenschaften zum Vorschein.

Für die Züchter ist das natürlich von Vorteil: Wenn Du wieder Deine Supertomaten genießen möchtest, musst Du jedes Jahr wieder das Saatgut kaufen. Und hoffen, dass der Anbieter Deine Lieblingstomate weiter im Angebot hat.

Eine Alternative sind samenechte Gemüse, Kräuter und Blumen. Bei vielen traditionellen Bauerngartenpflanzen ist die Saatgutgewinnung sogar sehr einfach. Da diese alten Sorten meist robust und anspruchslos sind, säen sie sich zum Teil sogar von selbst aus. Viele alte Gemüsesorten sind zudem aus den Läden verschwunden – z. B. rote Melde, ein anspruchsloses Blattgemüse, das wie Spinat zubereitet wird und prächtige rote Blätter hat. Durch das Anbauen von alten Gemüsesorten, bereicherst Du Deine Speiseplan und leistest einen Beitrag zur Sortenvielfalt.

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Rote Melde – eine der ältesten Gemüsesorten

Wenn Du also selbst Samen gewinnen möchtest, achte beim nächsten Samenkauf auf’s Etikett und vermeide  F1-Hybriden. Alte Gemüsesorten gibt es im gut sortierten Fachhandel, Spezialitätengärtnereien und bei Saatguterhaltern wie Arche Noah (www.arche-noah.at) – und manchmal auch vom Nachbarn über den Gartenzaun.

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Grünkohl

Der Star unter unseren Wintergemüsen ist der Grünkohl. Grünkohl ist einfach zu kultivieren, frosthart und leicht zu ernten. Während man z. B. bei der Ernte von Feldsalat im Winter schnell kalte Finger bekommt, kann man Grünkohl ganz bequem ernten, selbst wenn Schnee liegt.

Wir verwenden Grünkohl meist in Gemüsepfannen, z. B. zusammen mit Topinambur, Rosenkohl, Kürbis etc. Auch sehr lecker sind „Grünkohlchips“, die man im Dörrgerät leicht zubereiten kann. Ein leckerer und gesunder Snack für zwischendurch.

Und nicht zuletzt schmückt der Grünkohl auch die winterlichen Beete. Im winterlichen Licht gleicht das Grünkohlbeet manchmal eher einem Wald und der schwarze Grünkohl mit seinen länglichen Blättern erinnert mit etwas Phantasie an mediterane Palmen 😉 

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Weiße Taubnessel

Auch die weiße Taubnessel verwenden wir noch im Winter für frische Wildkräutersalate. In diesem Winter – bei Temperaturen um die 10 Grad im Dezember – blüht die weiße Taubnessel sogar mitten im Winter.

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Barbarakraut

Barbarakraut – auch Winterkresse genannt – ist neben Vogelmiere ein weiteres Wildkraut, das wir noch im Winter ernten können.

Barabarakraut schmeckt im Winter ziemlich scharf und kresseartig. Daher schneiden wir die Blätter ziemlich klein und mischen sie unter einen milderen Salat. Im Frühjahr sind die frischen, jungen Blätter im Geschmack etwas milder.

Samen gibt es im gut sortierten Fachhandel zu kaufen. Man kann Barbarakraut im Frühjahr oder im Herbst aussäen. Das Kraut ist recht anspruchslos und sät sich bei uns mittlerweile von selbst aus. 

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Rosenkohl

Rosenkohl ist ein klassisches Wintergemüse. Das besondere an Rosenkohl ist, dass wir ihn den ganzen Winter über frisch ernten können. Ohne Lagern, ohne Haltbarmachen haben wir frisches Gemüse, selbst im Winter. Nach dem ersten Frost schmeckt Rosenkohl sogar noch besser. Selbst wenn es geschneit hat, können wir die Röschen, die aus dem Schnee herausragen, immer noch gut ernten.

Um möglichst viel von den Inhaltsstoffen zu erhalten, essen wir Rosenkohl oft auch roh: Fein geschnitten im Salat oder als ganze Röschen zum Dippen ist Rosenkohl eine Delikattesse. Auch kurz erhitzt als Bestandteil einer Gemüsepfanne ist Rosenkohl ausgesprochen lecker.

Rosenkohl

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Frischer Salat – auch im November

Viele Gärtner machen spätestens im Oktober ihren Garten „winterfest“: die Beete werden abgeerntet, verblühtes abgeschnitten, der Boden wird umgegraben. Der Garten geht in die Winterruhe und mit ihm der Gärtner. Bis zum Frühjahr ist nicht mehr viel zu tun. Jetzt können die Vorräte aufgebraucht werden: Eingekochtes oder eingefrorenes Obst und Gemüse, eingelagerte Kartoffeln usw.

Wir konnten uns mit diesem Ansatz nicht so recht anfreunden. Ein Grund ist, dass wir die Garten“arbeit“ auch in der kälteren Jahreszeit viel zu sehr genießen, um mehrere Monate Pause zu machen. Ein anderer, ganz praktischer Grund ist, dass wir wenig Platz zum Einlagern haben. Und nicht zuletzt gehen bei jeder Art des Haltbarmachens – ob Einfrieren, Trocken, Einkochen, Lagern – Vitamine und Vitalstoffe verloren. Deswegen haben wir nach einem anderen Ansatz gesucht: Wie können wir möglichst das ganze Jahr über frisch ernten?

Und das ist unser Rezept: Wir setzen auf winterharte (Wild-)kräuter und Gemüse, wie z. B. Vogelmiere und Zuckerhut. Beide sind relativ frostverträglich und können lange geerntet werden. Auf dem Beet, das ihr im Bild seht, hat sich die Vogelmiere ganz von selbst angesiedelt und bildet jetzt einen schönen Hintergrund für den Zuckerhutsalat. So haben wir auch im Herbst noch ein richtig schönes Beet, das zudem ausgesprochen pflegeleicht. Von der Vogelmiere ernten wir regelmäßig und sie wächst stets nach. Den Zuckerhut beernten wir blattweise, so dass wir über mehrere Wochen ernten können.

Vogelmieren und Zuckerhut im November

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