Was tun gegen Schnecken & Co? Es geht auch ohne Gift

Kaum ist es wärmer und Gemüse und Salate legen mit dem Wachstum richtig los, da sind auch schon die ersten Schädlinge da: Kartoffelkäfer tummeln sich auf den Kartoffelblättern, die Schnecken im kühlen Schatten darunter. Und dann gibt es auch noch Pilze und Viren, die den Pflanzen zu schaffen machen. Da liegt es nahe, zu chemischen Mitteln zu greifen, um die Ernte zu schützen.

Doch chemische Pflanzenschutzmittel haben gleich mehrere Risiken: Oft töten sie nicht nur die Schädlinge, sondern auch Nützlinge wie Bienen und Hummeln. Indirekt können auch Vögel und Eidechsen geschädigt werden, die sich von Insekten ernähren. Ganz zu schweigen von den Gefahren für den Menschen: von Atemwegserkrankungen bis zu Krebs reicht die Liste die Risiken. Zudem sind Langzeitwirkungen und Wechselwirkungen verschiedener Umweltgifte weitgehend unerforscht.

Was also tun, wenn man weder Gift verwenden will noch zuschauen mag, wie die Ernte vertilgt wird?

Vorbeugen: Gute Bodenpflege ist das A und O. Dazu gehört z.  B. die Versorgung mit Kompost. Auch Gründüngung, z. B. mit „Bienenfreund“ (Phacelia) kann die Bodenqualität verbessern. Mulchen, z.B. mit Rasenschnitt, kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und eine gesunde Bodenstruktur zu erhalten.

Richtige Sortenauswahl: Manche Pflanzen sind von Natur aus resistent gegen bestimmte Krankheiten oder Schädlinge. So werden z. B. rote Salatsorten weit weniger von Schnecken befallen als Kopfsalat. Bestimmte Kartoffel- oder Tomatensorten sind z. B. weitgehend resistent gegen Krautfäule.

Mischkultur: Manche Pflanzen unterstützen sich gegenseitig im Wachstum oder halten sich gegenseitig Schädlinge fern. Klassische Mischkulturen sind z. B. Zwiebeln und Möhren, Kürbis und Zuckermais, Dill und Gurken.

Richtiges Gießen: Gießen sollte man lieber morgens statt abends, um Schnecken den Weg zu den Pflanzen möglichst schwierig zu machen. Dabei ist es besser, die einzelnen Pflanzen mit reichlich Wasser zu gießen statt die gesamte Beetfläche oberflächlich zu benetzen. Mulchen sollte man bei Schneckengefahr nur in dünnen Schichten mit trockenem Material wie z. B. Stroh oder getrocknetem Grasschnitt.

Absammeln: Und schließlich bleibt das Absammeln von Schnecken und Kartoffelkäfern. Wenn man das regelmäßig und konsequent tut, hält sich der Schaden normalerweise in Grenzen.

Probiert es mal aus – es geht auch ohne Gift.

 

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