Auf die „Wilden“ ist Verlass

Das Wetter hat es dieses Jahr in sich – von ein paar zu heißen Tagen abgesehen, war es in unser Region überwiegend zu kalt und zu feucht. Ein schwieriges Gartenjahr: Vielerorts keimten Mais und Bohnen nur schlecht oder faulten im Boden. Radieschen im zeitigen Frühjahr blieben klein und wurden holzig, Kürbis und Zucchini wachsen nur langsam …

Ein gutes Jahr hingegen war es wieder mal für die Wildkräuter: Unbeeindruckt von den Kapriolen des Wetters wachsen Brennnesseln & Co. und nutzen jede Regenpause zum Blühen – sehr zur Freude der Bienen und Hummeln.

Woran liegt das? Viele unserer Kulturgemüse wie Mais und Paprika stammen ursprünglich aus Südamerika und sind an dortige Klimabedingungen optimal angepasst – nicht an einen mitteleuropäischen verregneten Sommer. Regional angepasste Sorten von typischen Gartengemüsen wie Kohl und Salaten, die früher über Generationen erhalten und weitergegeben wurden, sind heute  leider weitgehend verschwunden. Unsere Wildkräuter jedoch sind optimal an unser Klima angepasst: Ob der Sommer zu heiß oder zu kalt ist, ändert an ihrer Wuchsfreude nur wenig. So kommt es vor, dass das Beet, auf dem der Mais ausgefallen ist, jetzt komplett mit Vogelmiere überzogen ist.

Macht einfach das Beste daraus und nutzt die Wildkräuter. Zum Beispiel mit folgendem Rezept für Wildkräuterpesto – einfach und schnell zubereitet und lecker als Soße zu Nudeln, Kartoffeln, als Dip für Gemüse oder auch als Brotaufstrich.

Zutaten:

  • 2 Handvoll Wildkräuter, z. B. Brennnessel, Taubnessel, Goldnessel, Portulak, Sauerampfer, Vogelmiere, Hirtentäschelkraut, Wilde Malve, Rucola, …
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 2 Zehen Knoblauch
  • ca. ½ Tasse Olivenöl
  • 1 Zitrone
  • Pfeffer, Salz nach Geschmack
  • 1 gestr. Teelöffel Kurkuma

Bis auf die Sonnenblumenkerne alle Zutaten im Mixer auf höchster Stufe verarbeiten, bis sich eine einheitliche Masse ergibt. Dann die Sonnenblumenkerne zugeben und auf niedriger Stufe kurz zerkleinern. Schon ist das Pesto fertig!

Tipps:

  • Im Kühlschrank ist das Pesto ein paar Tage haltbar. Am besten in ein Gas füllen und mit Öl bedeckt halten.
  • Statt Sonnenblumenkerne kannst Du auch Walnüsse oder Pinienkerne verwenden.
  • Für einen Brotaufstrich einfach mehr Sonnblumenkerne zufügen und stärker zerkleinern.
  • Du kannst auch Gartenkräuter wie Pfefferminze, Salbei, Liebstöckel dazugeben

Probier einfach verschiedene Mischungen aus – Guten Appetit!

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